Rettungskräfte bei schwerem Forstunfall im Einsatz
Gießübel - Schwerer Forstunfall mit einem Rücketraktor, eine Person nach technischem Defekt vom Traktor überrollt und eingeklemmt... Bei einer kreisübergreifenden Feuerwehrübung wurde der Ernstfall geprobt.
Gießübel - Glücklicherweise war dieses Szenario tatsächlich nur eines, zu dem die Feuerwehrleute von Neustadt und Schönbrunn am Wochenende ins Waldgebiet Tannengrund zwischen Gießübel und Kahlert ausrücken mussten.
Diese kreisübergreifende Übung war bis ins Detail vorbereitet worden und klappte dann auch wie am Schnürchen. Um 13.55 Uhr wurde der Rettungsdienst der Johanniter aus Schleusingen alarmiert, kurz danach die für dieses Terrain zuständige Feuerwehr aus Neustadt, die mit einem Fahrzeug und zehn Kameraden ausrückte.
Nach Eintreffen des Rettungsdienstes und Sondieren der Lage wurden zudem die Stützpunktfeuerwehr Schönbrunn mit 21 Kameraden und die Ortsteilfeuerwehr Lichtenau mit zehn Kameraden nachalarmiert. Diese Verstärkung war notwendig, da schweres technisches Gerät zur Rettung der eingeklemmten Personen gebraucht wurde.
Weil das Waldgebiet um Schönbrunn bis in den Oberen Wald nach Masserberg sehr groß sei, sei eine realistische Unfallsituation nachgestellt worden, um für den Ernstfall gerüstet zu sein, sagte Wehrführer und stellvertretender Ortsbrandmeister von Schönbrunn. Forstunfälle seien zwar nicht an der Tagesordnung. Aber ein Ernstfall se aufgrund des unwegsamen Geländes immer mit einem anspruchsvollen Einsatz verbunden. Im vergangenen Jahr beispielsweise hatte sich ein schwerer Unfall ereignet, bei dem im Wald um Schönbrunn ein Waldarbeiter tödlich verletzt worden war. Und erst in der vergangenen Woche hatte sich ein tödlicher Forstunfall in Mellenbach ereignet.
Das Fazit der zweistündigen Einsatzübung war positiv. Die Wehren und Rettungsdienste arbeiteten Hand in Hand. Im Übrigen dachten einige Kameraden noch fast bis zum Schluss, dass es sich um einen echten Einsatz handelte. si